Inklusion

Inklusion ist eine Haltung

Die Unterschiedlichkeit von Schülerinnen und Schülern als Chance zu sehen, das macht für uns eine inklusive Haltung aus. Sie bedeutet auch „Veränderung und einen nicht endenden Prozess von gesteigertem Lernen und zunehmender Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler. Eine inklusive Schule ist eine Schule in Bewegung.“ (Booth, T./Ainscow, M. 2003). Dafür braucht es Offenheit und manchmal auch eine gewisse Portion Mut.

Begriffe "Integration" und "Inklusion"

Während Integration eine Anpassung von Menschen mit Beeinträchtigung an bestehende Strukturen beinhaltet, geht Inklusion einen Schritt weiter und fordert eine aktive Veränderung der Strukturen, um eine gleichberechtigte Teilhabe für alle zu ermöglichen. Inklusion in der Schule bedeutet, dass Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam unterrichtet werden.

Inklusive Schulentwicklung

Inklusion einzelner Schülerinnen und Schüler
Die Staatliche Realschule Immenstadt ist eine von über 400 Schulen in Bayern, welche mit dem Profil Inklusion ausgezeichnet sind. Schülerinnen und Schüler mit Realschuleignung und sonderpädagogischem Förderbedarf werden gezielt im Unterricht und dem Schulleben unterstützt. 

Kooperation mit der Partnerklasse der Tom–Mutters–Schule Kempten seit 2018
Schülerinnen und Schüler mit Realschuleignung und sonderpädagogischem Förderbedarf werden gezielt im Unterricht und dem Schulleben unterstützt.

Seit einigen Jahren ist im Schulzentrum Immenstadt eine Schulklasse des privaten Förderzentrums der Lebenshilfe Kempten untergebracht. In der Tom-Mutters-Schule Kempten werden Kinder und Jugendliche mit einem Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung unterrichtet. Klassenstärken von 6 bis 12 Schülerinnen und Schülern ermöglichen das individuelle Eingehen auf die Voraussetzungen und Lernbedürfnisse der Kinder und Jugendlichen. Die Unterbringung im Schulzentrum Immenstadt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern aus dem südlichen Oberallgäu ein wohnortnahes Schulleben ohne lange und zeitintensive Schulwege.  

Mit dem Profil Inklusion ausgezeichnete Schulen haben den Auftrag, Bildungs- und Erziehungskonzepte zu entwickeln, bei denen Unterricht und Schulleben so gestaltet werden, dass sie auf die Vielfalt alle Schüler hin ausgerichtet sind – ob mit oder ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. Dies geschieht nicht nur innerschulisch, sondern auch durch gemeinsame Unterrichtseinheiten und Projekte mit Partnerklassen der Förderschule. 

Diesem Auftrag folgend kooperieren die Staatliche Realschule und die Tom-Mutters-Schule im Fach Sport.  

Im Schuljahr 2025/26 dürfen beispielsweise die 20 Schüler der Klasse 5a der Realschule und die 10 Schülerinnen und Schüler der Tom-Mutters-Schule neben Sportunterricht in der Auwaldturnhalle oder dem Stadion auch einige gemeinsame Unterrichtssequenzen im Fach Werken erleben. Betreut wird die Gruppe von insgesamt drei Lehrkräften aus beiden Schulen. 

Mobiler Sonderpädagogischer Dienst

Der Mobile Sonderpädagogische Dienst (MSD) berät die Realschule hinsichtlich der Möglichkeiten von Maßnahmen der in dividuellen Unterstützung sowie des Nachteilsausgleichs oder Notenschutzes nach Art. 52 Abs.5 BayEUG für die betroffenen Schülerinnen und Schüler und schlägt pädagogische Fördermaßnahmen vor, die im Rahmen von Budgetzuschlägen von der Schule durchgeführt werden können.
Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter haben die Aufgabe, den individuellen Unterstützungsbedarf abzudecken.

Ansprechpartner

Andreas Sterzinger, StR (RS)
E-Mail: andreas.sterzinger@realschule-immenstadt.de

Weitere Informationen und Lese-Rechtschreibstörung

Zusätzliche Informationen zur Inklusion an Bayerischen Schulen finden Sie auf der Internetseite des Kultusministeriums.

Zur Überprüfung der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten ihres Kindes und zur Beantragung eines entsprechenden Notenschutzes bzw. Nachteilsausgleichs kontaktieren Sie bitte unsere Schulpsychologie.